Zentralbank Zypern warnt: Pauschale Unterstützung bei Lebenshaltungskosten könnte Inflation anheizen
Die zyprische Zentralbank hat am Dienstag im Handelsausschuss des Parlaments gewarnt, dass nicht gezielte Maßnahmen gegen die Lebenshaltungskosten die Inflation verstärken könnten, weil zusätzliches Geld an Haushalte fließt, die mehr konsumieren. Sprecherin Maria Papageorgiou verwies auf eine europäische Studie, nach der 31 Prozent der zyprischen Haushalte von den Preissteigerungen nicht betroffen sind. Finanzminister Makis Keravnos nahm an der Sitzung nicht teil; der ständige Sekretär des Ministeriums, Andreas Zachariades, blieb nur kurz und sagte, die Inflation komme vor allem von externen Faktoren, besonders Treibstoff und Energie. Er nannte drei Arten von Antworten: sofortige Entlastung, Reformen zur Einkommenssteigerung und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs.
Für Haushalte auf Zypern heißt das: Breite Zuschüsse sind fraglich, Unterstützung dürfte künftig nur gezielt an bedürftige Haushalte gehen. Da die Inflation vor allem von Treibstoff und Energie getrieben wird, wirken Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank gegen die hiesigen Preise kaum.