Zypern: Rentenreform soll Staatseinnahmen über Dividenden von Firmeneignern erhöhen
Laut Daten des Arbeitsministeriums, die Philenews zitiert, melden 2.990 Eigentümer, Direktoren und Aktionäre von Betrieben mit bis zu drei Beschäftigten Monatsgehälter unter 500 Euro, obwohl sie zusätzlich Dividenden beziehen. Insgesamt 11.500 Eigentümer, Direktoren und Aktionäre geben Monatseinkünfte von bis zu 2.000 Euro an, 26 Prozent davon liegen unter 500 Euro. Der Gesetzentwurf zur Rentenreform sieht vor, dass bei Arbeitnehmern, die zugleich Anteile an ihrem Unternehmen halten, die Dividenden aus diesem Unternehmen in die Berechnung des Einkommens für die Sozialversicherung einfließen. Damit soll die Praxis beendet werden, über niedrig ausgewiesene Gehälter und Dividenden Steuerbefreiungen und künftige Sozialleistungen zu erlangen, und der Staat soll höhere Einnahmen erzielen.
Wer als Eigentümer, Direktor oder Aktionär ein niedriges Gehalt deklariert und zusätzlich Dividenden bezieht, muss nach einer Verabschiedung des Entwurfs Sozialversicherungsbeiträge auf einen Teil dieser Dividenden zahlen – laut den zitierten Daten betrifft das rund 11.500 Personen.