Volt verlangt Antworten zu Abramovich und Steuervermeidung über Zypern
Die Partei Volt fordert Aufklärung über den Stand der Ermittlungen zur angeblichen Nutzung zyprischer Firmen und professioneller Dienste durch Roman Abramovich zur Steuervermeidung. Dreieinhalb Jahre nach den britischen Sanktionen gegen Personen und Unternehmen auf Zypern fehle es weiterhin an Rechenschaft, so die Partei, die auf den Fall Blue Ocean mit geschätzten Steuerschulden von rund 25 Millionen Euro verweist. Das Unternehmen sei 2024 aus dem Register der Gesellschaften (Registrar of Companies) gestrichen und 2025 per Gerichtsbeschluss wieder eingetragen worden; gegen zwei frühere Direktoren seien Strafverfahren eingeleitet worden, und der Fall sei von der früheren Volt-Abgeordneten Alexandra Attalidou im Parlament angesprochen worden. Obwohl seit 2023 Informationen an die Behörden übergeben worden seien und ausländische Behörden Unterstützung geleistet hätten, blieben zentrale Fragen offen.
Der Fall zeigt, dass eine bereits aus dem Register gestrichene Gesellschaft per Gerichtsbeschluss wieder eingetragen werden kann und frühere Direktoren strafrechtlich belangt werden; ob und wann die Behörden die seit 2023 vorliegenden Hinweise aufklären, bleibt laut dem Bericht offen.