Zyperns Rentenreform unzureichend, unfair und nicht nachhaltig
Die von der Regierung Christodoulides vorgeschlagene Sozialversicherungsreform wird als unzureichend, unfair und nicht nachhaltig kritisiert. Die durchschnittliche monatliche Rentenerhöhung soll nicht mehr als 34 Euro betragen. 2023 betrugen die staatlichen Ausgaben für Altersrenten 7,6 Prozent des BIP, gegenüber 12,3 Prozent in der EU und 14,0 Prozent in Griechenland; die Bildunterschrift nennt 6,0 Prozent des BIP gegenüber 9,9 Prozent in der EU. Als Gründe gelten die strikten fiskalischen Grenzen von Finanzminister Makis Keravnos sowie der Widerstand von Handelskammer (Keve) und Arbeitgeber- und Industriellenverband (OEV) gegen höhere Beitragssätze zum Sozialversicherungsfonds und gegen eine Anhebung des Rentenalters.
Wer auf Zypern von der gesetzlichen Rente abhängt, muss nach dieser Reform weiterhin mit im EU-Vergleich sehr niedrigen Renten rechnen, da höhere Beiträge und ein späteres Rentenalter politisch blockiert bleiben.