Zypern: Parlamentsausschuss vertagt Beratung über Pflegekräfte aus Drittländern
Die heutige Sitzung des parlamentarischen Gesundheitsausschusses endete ohne wesentliche Fortschritte bei den Regierungsänderungen zur Beschäftigung von Pflegekräften aus Drittländern. Nach dem Regierungsvorschlag dürfen Pflegekräfte aus Drittländern bis zu 10% des Pflege- und Hebammenpersonals jeder Einrichtung stellen und müssen die erforderlichen Qualifikationen sowie in der Regel zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Die Diskussion beschränkte sich auf die Positionen des Gesundheitsministeriums und der Gewerkschaften, während die Vertreter der Kliniken auf eine nächste Sitzung verwiesen wurden – trotz deren Warnungen vor geschlossenen Betten und verschobenen Operationen wegen Personalmangels. Die Regierung verteidigt die Regelung als vorübergehende «Brückenlösung», die Gewerkschaften halten sie für ungeeignet, weil sie die eigentlichen Ursachen des Personalmangels nicht angehe.
Für Beschäftigte und Kliniken auf Zypern ändert sich vorerst nichts: Die Regelung ist weiter offen, eine Entscheidung wurde erneut vertagt.